Präsentationen mit KI erstellen: 7 Quickwins für deinen Alltag

Wie du KI mit dem richtigen Kontext fütterst, eine Präsentation erstellen lässt und trotzdem selbst die Kontrolle behältst.

Die leere Präsentation ist ein erstaunlich wirksames Mittel, um einen Arbeitstag zu verlängern. Du weißt, was du sagen willst. Aber noch nicht, auf welcher Folie, in welcher Reihenfolge und mit welchem Bild. Also öffnest du PowerPoint, starrst auf das leere Layout und verschiebst den eigentlichen Anfang.

Genau dort kann KI helfen. Nicht als Knopf, der eine fertige Präsentation ausspuckt. Eher als jemand, der dir die erste brauchbare Vorlage auf den Tisch legt.

Warum „Mach mir eine Präsentation“ nicht reicht

Eine KI weiß nicht automatisch, was du brauchst. Sie kennt weder deine Rolle im Projekt noch das Publikum, das später vor der Präsentation sitzt. Sie kennt auch nicht den Wissensstand der Zuhörenden, deine Kernaussage oder das Design, das zu deiner Organisation passt.

💡 Quickwin: Behandle die KI wie einen neuen Praktikanten am ersten Arbeitstag. Gib ihr genau die Informationen, die sie braucht, um nicht bei jedem zweiten Satz nachfragen zu müssen: Worum geht es? Für wen ist das? Was soll nach der Präsentation hängen bleiben? Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Welche Gestaltungsvorgaben gelten?

Schritt 1: Beschreibe Ziel, Publikum und Kernaussage

Beginne nicht mit einer Liste aus „Schritt eins, Schritt zwei, Schritt drei“. Beschreibe das Ergebnis, das du brauchst.

Erstelle eine Präsentation zum Thema [Thema].

Zielgruppe: [Wer sitzt vor der Präsentation?]
Rolle: [Welche Rolle habe ich im Projekt oder Anlass?]
Vorwissen der Zielgruppe: [Was wissen die Zuhörenden bereits?]
Kernaussage: [Was soll nach der Präsentation klar sein?]
Anlass: [Wofür wird die Präsentation gebraucht?]
Dauer: [Wie viel Zeit steht für die Präsentation zur Verfügung?]

Das ist der wichtigste Wechsel in der Promptlogik: Du beschreibst das Ziel und den Kontext. Die KI darf daraus einen sinnvollen Aufbau entwickeln.

Schritt 2: Gib das Material und die Struktur vor

Jetzt braucht die KI die Inhalte. Das können Texte, Gesprächsnotizen, PDFs oder Informationen aus einem bereits angelegten Projekt sein. Ergänze außerdem, wie viele Folien ungefähr entstehen sollen und welche Stationen vorkommen müssen.

Verwende für die Präsentation die folgenden Informationen:

[Text, Stichpunkte oder Material einfügen]

Erstelle daraus eine Präsentation mit ungefähr [Anzahl] Folien.

Vorgesehener Aufbau:
1. [Einstieg oder Problem]
2. [zentrale Information]
3. [Beispiel, Daten oder Lösung]
4. [nächster Schritt]
5. [Abschluss oder Kontaktmöglichkeit]

Formuliere pro Folie eine klare Überschrift und fasse den Inhalt so zusammen, dass die Folie nicht mit Text überladen ist.

Du musst dabei nicht jede einzelne Folie selbst ausformulieren. Wenn du die Kernaussage und den Ablauf kennst, kann die KI einen ersten Vorschlag machen.

💡 Quickwin: Wenn die Präsentation in einem bestimmten Format gebraucht wird, sag es ausdrücklich. Schreibe nicht nur „Erstelle eine Präsentation“, sondern: „Erstelle eine bearbeitbare PPTX-Datei, die ich anschließend in PowerPoint oder Canva weiterbearbeiten kann.“

Schritt 3: Verlange das richtige Ausgabeformat

Bei einem Versuch mit [Gemini] entstand zunächst eine visuelle Vorschau. Das war hilfreich, um den grundsätzlichen Aufbau zu sehen. Das eigentliche Ziel war aber eine bearbeitbare PowerPoint-Datei. Erst die Nachfrage nach einer PPTX-Datei führte zum gewünschten Ergebnis. Das klingt banal. Ist es aber nicht. Wenn du ein bestimmtes Ergebnis brauchst, muss es im Prompt stehen.

Liefere das Ergebnis als bearbeitbare PPTX-Datei. Die einzelnen Textfelder, Formen und Elemente sollen nach dem Öffnen weiterbearbeitet werden können. Wenn du dieses Format nicht direkt erzeugen kannst, erstelle zunächst den vollständigen Entwurf und erkläre, in welchem bearbeitbaren Format du ihn liefern kannst.

💡 Quickwin: Wenn das erste Ergebnis nicht passt, frag nicht nur „Warum funktioniert das nicht?“. Frag auch: „Wie hätte ich meinen ursprünglichen Prompt formulieren müssen, damit direkt eine bearbeitbare PPTX-Datei entsteht?“ So lässt sich der erfolgreiche Weg nachträglich rekonstruieren.

Schritt 4: Beschreibe dein Design oder zeige ein Beispiel

Farben, Schriftarten und Layouts kannst du im Prompt benennen. Noch praktischer ist es, eine Beispielpräsentation hochzuladen. In der beschriebenen Arbeitsweise analysiert der Skill daraus unter anderem Farben und Hex-Codes und versucht, den persönlichen Gestaltungsstil nachzubauen.

Das funktioniert allerdings nicht automatisch perfekt. Ein kariertes Hintergrundmuster kann erkannt werden, aber trotzdem zu klein ausfallen. Genau hier beginnt die eigentliche Arbeit.

Nutze für die Gestaltung folgende Vorgaben:

Farben: [Farben oder Hex-Codes]
Schriften: [Schriften, falls vorgegeben]
Layout: [z. B. viel Weißraum, große Überschriften, klare Infografiken]
Bildsprache: [Beschreibung]
Zu vermeiden: [z. B. überladene Folien, kleine Schrift, zu viele Farben]

Orientiere dich zusätzlich an der hochgeladenen Beispielpräsentation. Übernimm den Stil, aber nicht automatisch die Inhalte.

Schritt 5: Verbessere das Ergebnis mit Feedback

Ein guter Präsentations-Skill entsteht nicht beim ersten Versuch. Sag der KI, was bereits funktioniert und was geändert werden soll. Das positive Feedback gehört dazu. Wenn die Farben stimmen, soll das ausdrücklich so bleiben. Wenn das Muster größer werden muss, sag genau das.

Die Farben und die Grundstruktur passen bereits gut. Behalte sie bei.

Ändere bitte:
- Das karierte Hintergrundmuster soll deutlich größer und flächiger werden.
- Die Überschriften sollen stärker hervortreten.
- Die Folien sollen weniger Text enthalten.
- Prüfe, ob jede Folie zur Kernaussage beiträgt.

Nutze die Beispielpräsentation erneut als Referenz.

Das ist mehr als freundliche Rückmeldung. Es macht aus einem einmaligen Prompt eine wiederverwendbare Arbeitsweise.

Schritt 6: Kombiniere Projekte und Skills

Ein Projekt enthält das Wissen über einen Kunden, einen Arbeitsauftrag oder ein Vorhaben. Dort können Anforderungen, Gesprächsinhalte, Zeitvorgaben und wichtige Hintergrundinformationen liegen.

Ein Präsentations-Skill enthält dagegen die Regeln für Aufbau und Gestaltung. Wenn beides zusammenkommt, musst du den Kontext nicht jedes Mal neu erklären.

Nutze das Wissen aus diesem Projekt und erstelle daraus eine Präsentation.

Verwende dafür meinen Präsentations-Skill. Halte dich an die dort hinterlegten Vorgaben für Aufbau, Gestaltung, Tonalität und Folienlänge.

Kernaussage der Präsentation:
[Kernaussage ergänzen]

Erstelle zunächst einen Entwurf und prüfe anschließend selbst, ob Inhalt, Zielgruppe und Design zusammenpassen.

💡 Quickwin: Lege ein Projekt und einen Skill nur an, wenn du diese Arbeitsweise regelmäßig brauchst. Für eine Präsentation im Jahr ist der Einrichtungsaufwand wahrscheinlich größer als der Nutzen. Wenn du häufig Präsentationen erstellst, kann sich die Vorbereitung dauerhaft auszahlen.

Schritt 7: Prüfe jede Folie selbst

Eine KI-Präsentation ist eine Vorlage. Auch wenn sie gut aussieht, können Inhalte fehlen, Aussagen falsch sein oder Informationen an der falschen Stelle stehen. In der Folge wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine mit KI erstellte Präsentation einen Fehler enthalten kann.

Prüfe deshalb jede Folie:

  • ✅ Stimmt die Aussage?
  • ✅ Passt der Inhalt zur Zielgruppe?
  • ✅ Ist die Reihenfolge verständlich?
  • ✅ Sind Zahlen, Namen und Begriffe korrekt?
  • ✅ Kannst du die Folie in der vorgesehenen Zeit erklären?
  • ✅ Lässt sich die Datei tatsächlich weiterbearbeiten?

Danach kannst du die Präsentation in PowerPoint, Google Drive oder Canva weiterbearbeiten. Der Vorteil liegt nicht darin, dass die Arbeit verschwindet. Du startest nur nicht mehr bei null.

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