CM8 – Digitalisierung & Internetökonomie: Organisation im Wandel
Im Rahmen meiner Qualifizierung zum Change Manager (IHK) dokumentiere ich hier mein erlerntes und wiederholtes Wissen aus dem Studienmaterial. Dieser Beitrag dient als Lerntagebuch und kompakte Referenz für zentrale Konzepte der internetgestützten Organisation
1. Internet und vernetzte Strukturen
1.1 Typische Prinzipien einer internetgestützten Wirtschaft
- Digitalisierung
– Grundlage der internetgestützten Wirtschaft
– Überführung analoger Inhalte in digitale Form
– Eröffnung neuer Formen der Informationsverarbeitung - Netzprodukte und Standards
– Produkte gewinnen mit wachsender Nutzerzahl an Wert (Netzeffekte)
– Standardisierung sichert Kompatibilität - Aufbau von Vertrauen
– Vertrauensaufbau als Voraussetzung für digitale Transaktionen
– Mechanismen: Bewertungssysteme, Transparenz, Reputationssysteme - Veränderte Ertrags- und Geschäftsmodelle
– Erlösmodelle basieren häufig auf Reichweite, Werbung oder Freemium
– Monetarisierung erfolgt oft nicht durch Produktverkauf, sondern durch Daten und Plattformdienste - Gegen Null gehende Grenzkosten
– Reproduktion digitaler Güter verursacht nahezu keine Kosten
– Ermöglicht massenhafte Verbreitung ohne zusätzliche Herstellungskosten - Partizipativer Charakter
– Nutzer:innen als aktive Mitgestaltende (Web 2.0)
– User Generated Content, Plattformbeteiligung
1.2 Wertschöpfungsprozesse als Basis der Internetdurchdringung
- Typische Transaktionspartner
– Unternehmen, Lieferanten, Kunden, Partner, Staat
– Vielfältige Rollen und Beziehungen innerhalb digitaler Netzwerke - Wertschöpfungsprozesse
– Unterteilt in:
a) Buy-Side-Commerce (Beschaffung)
b) Interne Prozesse (Organisation, Verarbeitung)
c) Sell-Side-Commerce (Verkauf)
– Digitalisierung verändert alle drei Bereiche tiefgreifend
2. Internet
2.1 Klassisches Internet
- Internet: Konzept und Philosophie
– „Netz der Netze“
– Dezentrale Struktur, Offenheit, Demokratisierung des Zugangs - Intranet
– Internes Unternehmensnetz
– Informationsaustausch, Prozessunterstützung, Kostensenkung - Extranet
– Erweiterung des Intranets auf externe Partner
– Gemeinsame Datenbasis mit Zulieferern oder Kund:innen - Internetdienste im Überblick
– E-Mail, WWW, File Transfer, Newsdienste etc.
– Grundlage für fast alle digitalen Geschäftsprozesse
2.2 Partizipatives Internet – Web 2.0
- Content-orientierte Plattformen
– Blogs, Wikis, Media-Sharing, Tagging
– Nutzer:innen als Produzent:innen von Inhalten - Beziehungsorientierte Plattformen
– Soziale Netzwerke zur Verwaltung persönlicher Verbindungen
– z. B. Facebook, LinkedIn - Virtuelle Welten
– Digitale, oft 3D-gestützte Umgebungen zur Interaktion (z. B. Second Life) - RSS (Really Simple Syndication)
– Technologie zur automatisierten Informationsverbreitung
– Inhalte werden bei neuen Beiträgen automatisch aktualisiert
2.3 Internet der Dinge (IoT)
– Vernetzung physischer Objekte durch Sensorik und Internetanbindung
– Beispiel: Smart Homes, Industrie 4.0
– Erweiterung der klassischen Internetstruktur auf Alltagsgegenstände
Kurz gesagt:
Das Internet hat sich von einem Kommunikationsmedium zu einer Plattform für komplexe, vernetzte Geschäftsmodelle gewandelt. Die Prinzipien der internetgestützten Wirtschaft – von Digitalisierung über Netzeffekte bis hin zur Partizipation – transformieren klassische Wertschöpfung und Unternehmensstrukturen. Wer Organisation gestalten will, muss die vernetzte, plattformbasierte Realität verstehen und aktiv nutzen.