Wenn das Hobby zur Betriebsstätte wird

.. ist das ein digitaler Meilenstein.

Man arbeitet an Struktur. An Klarheit. An einem Auftritt, der trägt.

Und dann kommt die Bestätigung per Post.

Ungefragt.

Mein privates Projekt Dicebreaker wirkt offenbar so geschäftsmäßig, dass der Beitragsservice nachfragt, ob unter meiner Anschrift eine Betriebsstätte geführt wird. Der Brief lag heute im Kasten.

Das kann man als Kompliment lesen.

Ein Projekt, das nach außen so sauber gebaut ist, dass es nicht mehr eindeutig als Hobby erkennbar ist, hat offensichtlich ein gewisses Niveau erreicht.

Interessanter ist aber, was dahinter sichtbar wird.

Hier wird nichts geprüft. Hier wird vermutet.

Und aus dieser Vermutung entsteht ein Prozess, den nicht die Institution klärt, sondern der Betroffene.

Der Mechanismus ist einfach:

Standardisieren, versenden, zurückspielen lassen.

Verwaltung auf Verdacht.

Der Brief formuliert es indirekt selbst:

Auch wer gar nicht unternehmerisch tätig ist, soll kurz reagieren und den Sachverhalt klarstellen.

Der Aufwand entsteht nicht durch einen tatsächlichen Fall, sondern durch die Möglichkeit eines Falls.

Ich werde also pflichtgemäß „Nein“ ankreuzen und den Vorgang beenden.

Nicht, weil das Verfahren überzeugt.

Sondern weil es funktioniert – auf Kosten derer, die eigentlich nichts damit zu tun haben.

Der Nebeneffekt bleibt trotzdem:

Dicebreaker ist offenbar zu professionell, um noch eindeutig als Hobby durchzugehen.

Das nehme ich mit. 😉

Ähnliche Beiträge