Photoshop, Word, InDesign, Acrobat: Was kostet das, und was kostet die Alternative?

Ein Kollege (der beste? 😉) hat mir einen Tipp gesteckt: dreizehn Open-Source-Programme, kostenlos, mit bekannter Bedienung. Hier die Liste, der Preisvergleich und eine Einladung zum Mittesten.

Jedes Jahr dieselbe Rechnung. Photoshop für den Flyer, Word und Excel für den Rest. Wer privat oder im Ehrenamt zahlt, sieht es auf dem Kontoauszug. Wer im Büro sitzt, sieht es in der Lizenzliste.

Ein pfiffiger Kollege hat mir einen Tipp gesteckt: [ArtCraft](https://getartcraft.com/apps), ein Open-Source-Projekt, das dreizehn Programme für Bild, Video, Layout, PDF, Text und Tabellen baut. Alle kostenlos. Ich probiere sie gerade aus und finde das Projekt vielversprechend. Deshalb teile ich es mit euch.

Die dreizehn Apps und ihre Vorbilder

Die Seite nennt keine Vorbilder. Die Zuordnung ist meine Einordnung nach Funktion:

📂 PhotoCraft: Bildbearbeitung (Photoshop)

📂 VectorCraft: Vektorgrafik (Illustrator)

📂 FilmCraft: Videoschnitt (Premiere Pro)

📂 LightCraft: Fotoverwaltung und Raw-Entwicklung (Lightroom)

📂 PdfCraft: PDFs lesen, ordnen, zusammenfügen, schützen (Acrobat)

📂 EffectCraft: Motion Graphics und Effekte (After Effects)

📂 DesignCraft: Seitenlayout und Publishing (InDesign)

📂 FigCraft: Interface-Design und Prototypen (Figma)

📂 WordCraft: Textverarbeitung (Word)

📂 SoundCraft: Audio-Workstation (Adobe Audition, Pro Tools)

📂 DeckCraft: Präsentationen (PowerPoint)

📂 CADCraft: Zeichnen und Konstruieren (AutoCAD)

📂 GridCraft: Tabellen und Datenanalyse (Excel)

Was die Vorbilder kosten

Alle Preise stammen von den Anbieterseiten, gelten für Privatkunden in Deutschland und sind Stand 19. Oktober 2026.

Bei [Adobe](https://www.adobe.com/de/creativecloud/plans.html) kostet Creative Cloud Pro 77,99 € im Monat, also 935,88 € im Jahr. Photoshop, Illustrator, InDesign und Premiere kosten einzeln je 25,99 € im Monat, Acrobat Pro 23,79 €. Das sind Jahres-Abos mit monatlicher Abrechnung, Preise inklusive MwSt. Neukunden zahlen drei Monate lang die Hälfte.

Bei [Microsoft](https://www.microsoft.com/de-de/microsoft-365/buy/compare-all-microsoft-365-products) kostet Microsoft 365 Single 99 € im Jahr, Family 129 € und Premium 219 €. Word, Excel und PowerPoint sind in allen drei enthalten. Wer kaufen statt mieten will, zahlt für Office Home 2024 einmalig 149 €.

Ein Rechenbeispiel: Photoshop, InDesign und Acrobat Pro einzeln gebucht kosten 75,77 € im Monat, also 909,24 € im Jahr. Mit Microsoft 365 Single dazu sind es 1.008,24 €. An dieser Zahl muss sich ein Gratis-Programm messen lassen.

Was dahintersteckt

Die Macher schreiben auf [GitHub](https://github.com/storytold), sie hätten die Programme von Grund auf in Rust geschrieben. Den Word-Nachbau nennen sie ausdrücklich eine Clean-Room-Neuimplementierung. Die Programme, die ich dort gefunden habe, stehen unter der Apache-Lizenz 2.0. Laut [Preisseite](https://getartcraft.com/pricing) hilft das Abo der hauseigenen KI-App für Bilder und Videos dabei, ArtCraft frei und offen zu halten. Ob die Büroprogramme daran hängen, sagt die Seite nicht.

Was du wissen solltest, bevor du loslegst

Drei Programme (PhotoCraft, PdfCraft, FigCraft) tragen auf der Seite den Status „Early alpha“, die übrigen zehn „In development“. Ecken und Kanten gehören dazu. Teste mit Kopien unwichtiger Dateien, nicht auf dem Dienstrechner und nicht mit dienstlichen Daten.

💡 Quickwin: Für den ersten Blick brauchst du keine Installation. Zu WordCraft gibt es zum Beispiel eine Portable-Version für Windows zum Entpacken und Starten, dazu eine Prüfsummen-Datei, mit der du den Download abgleichen kannst. Lade nur von der Projektseite oder von GitHub.

Wer Lust hat, Geld zu sparen, mitzutesten und sich auszutauschen: Schreib mir. Und sag dazu, welches der dreizehn Programme du als erstes ausprobierst.

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