KI aus der EKD-Praxis

In der vergangenen Woche habe ich zwei KI-Workshops für Öffentlichkeitsmitarbeitende aus dem Bereich der EKD gehalten – genauer: für die GEP, das Gemeinschaftswerk Evangelischer Publizistik.

Dort habe ich unter anderem zwei praxisfertige Bots vorgestellt, die seit Monaten im realen Redaktionsalltag genutzt werden und im Arbeitsalltag bereits messbar Zeit und Reibung reduzieren: den Redaktions-Bot und den Redigier-Bot.

Beide sind Teil mehrerer KI-POCs aus der kirchlichen Praxis, die zeigen, wie unmittelbar KI kirchliche Kommunikationsarbeit entlasten kann.

Der Redaktions-Bot übersetzt eine einzelne Nachricht in mehrere Kommunikationskanäle – jeweils passend zu Zielgruppe, Ton, Länge, Plattformlogik und Hashtags. Aus einer Botschaft entstehen so unterschiedliche Fassungen für verschiedene Öffentlichkeiten, ohne jede Plattform kommunikativ neu denken zu müssen.

Der Redigier-Bot arbeitet allgemeiner. Er nimmt beliebige Texte – Sprachnachricht, E-Mail, Artikel, Leitartikel oder Pressemitteilung – und gibt gezielte Rückmeldung: Was funktioniert schon? Wo wird es unklar? Wo lassen sich Wirkung, Verständlichkeit oder Haltung schärfen?

Entscheidend dabei: Die Überarbeitung läuft iterativ. Man entscheidet selbst, welche Vorschläge übernommen werden. Erst wenn der Text sitzt, liefert der Bot eine Wirkungsanalyse und eine kopierfertige Endfassung.

Nach der internen Premiere bei der GEP mache ich beide Bots jetzt öffentlich zugänglich.

Der Anspruch dahinter ist bewusst schlicht gehalten: weniger Reibung, bessere Texte, mehr Souveränität im Umgang mit KI. Nicht als Ersatz für redaktionelle Verantwortung, sondern als Werkzeug, das Arbeit spürbar erleichtert.

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